EINZEL-BIOGRAPHIEN

INGO BISCHOF

Ingo Bischof wurde am 2. Januar 1951 in eine Familie hineingeboren, für die Musik kein Fremdwort darstellte. Seine Mutter hatte viele Klassik-Schallplatten (Chopin etc.), die Ingo bereits als Kleinkind konsumierte. Die Tochter von Bekannten spielte der Familie Bischof eines Tages einige Klavier-Stücke vor. Ingo sagte sich daraufhin "Det kann ick oooch". Und so geschah es.

Während Ingos älterer Bruder bis zum Abwinken Elvis Presley hörte, interessierte sich das spätere Karthago-Mitglied eher für die Rolling Stones oder Stevie Winwood. Viel später kamen u.a. noch der Fusion-Bereich (Mahavishnu Orchestra, Weather Report,...) und Jazz-Pianisten (Keith Jarreth, McCoy Tyner,...) hinzu.

Im Alter von 15 Jahren gründete Ingo seine erste Band "Thud" mit Marvin Kemper und anderen Kollegen. Es folgten weitere Berliner Bands. 1969 waren es die "Modivations", die Ingo und seinen Freunden zu Spaß und etwas Ruhm verhalfen. 1970 schließlich wurde Karthago gegründet. Ingo Bischof war von Anfang an dabei.

1975 wechselte er zu Kraan, 1978 weiter zu Guru Guru. Später folgte erneut Kraan bis 1984. Parallel gründeten Ingo und Joey die Formation Bad Boy bevor es zu einer Phase kam, in deren Verlauf Ingo als "Pick-Up Musician" bei diversen Acts mitspielte. Dazu gehörten Interzone, Gitte Haenning, Veronika Fischer, Ulrich Rosski und Reinhardt Mey. Auch war er Teil der Leonard Bernstein-Produktion "Mass". 

Stand der Künstler hinter der Musik, die er in dieser Phase im Studio und auf der Bühne spielte? Heute sagt Ingo: "Da war man Miet-Musiker. Das war etwas anderes als Kraan oder Karthago. Ich bin froh, nicht mehr als Mietmusiker arbeiten zu müssen. Denn viele Kollegen, die dies gemacht haben, wollten danach wieder etwas anderes machen, schafften es aber nicht. Die Kreativität und der persönliche Stil bleiben auf der Strecke. Gerade Letzterer ist aber sehr wichtig."

In den 90iger-Jahren war Ingo Bischof Dozent an einer Musikschule in Hamburg. Heute ist er erneut sowohl Karthago-, als auch Kraan-Mitglied. Auch macht er Meditationsmusik mit Ramish Weeratunga ("Flowing Power").

Über das Karthago-Revival sagt Ingo: "Heute sind wir souveräner und effektiver sowie nicht so wild oder ungestüm wie in den 70iger-Jahren. Aber die Intensität blieb erhalten."

 

BILDER: Ingo Bischof (Thumbnails anklicken).

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"The Modivations" with Ingo Bischof (2nd from left) in 1969.

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Ingo Bischof during a Karthago gig at the Germersheim open air festival.